UFO - Berichte
Erlebnisse im Südwesten der USA
Neben dem Interesse für UFOs ist meine große Leidenschaft das Biken, insbesondere, wenn die Sonne vom Himmel brennt. So stand für mich schon lange das Urlaubsziel USA fest und zwar der Südwesten mit den Staaten Arizona, New Mexico, Utah und Nevada. Ein Paradies für Biker und ohne Zweifel die Hochburg in Sachen UFOs. Mein Ausgangspunkt war Phoenix, Arizona und wie es der Zufall wollte, gab es hier kurz vor meinem Eintreffen am 02.April wohl eines der bedeutendsten UFO-Sichtungen der letzten Monate und Jahre. Es wurden hier von mehreren Personen leuchtende Objekte am Himmel gesehen. Die Sichtungen reichten bis weit hinauf in den Norden Arizonas und waren selbst nach zwei Wochen immer noch Thema in den Medien. Jeden, den ich fragte, wußte davon.
Roswell, New Mexico war natürlich ein Pflichtziel der Tour. Als ich in Socorro ankam, wütete jedoch ein gewaltiger 'Thunderstorm', der sich vom Norden bis runter in den äußersten Südosten von New Mexico erstreckte. Er brachte Hagel, Sturm und Schnee bis hinunter in die Valleys. An eine Weiterfahrt war für drei Tage nicht zu denken, teilweise wurden sogar Straßen gesperrt. So mußte ich Roswell - so schwer es mir auch fiel - von meinem Plan streichen. In den hohen Lagen im Norden New Mexicos wurde ich hin und wieder von Eisregen und Temperaturen von teilweise unter 0°C überrascht, sodaß ich schon befürchtete auch das Hauptziel Area 51 auslassen zu müssen. Bei der Fahrt durch die phantastischen Nationalparks Utahs wurde das Wetter dann aber kontinuierlich besser und die Temperaturen stiegen in den Tälern schnell bis nahe der 40øC Grenze. Da die Luft relativ trocken war, konnte man diese Temperaturen noch recht gut ertragen, zumal man durch den Fahrtwind immer etwas gekühlt wird. Den kleinen Umweg zu dem 'UFO-Örtchen' Rachel, Nevada von rund 80 Meilen stand damit nichts mehr im Wege.
Nach Rachel gelangt man über den 'Extraterrestrial Highway' 375 entlang der Bergkette nördlich von Groom Lake. Daß sich um Area 51 viele Geheimnisse in Sachen UFOs ranken und das wohl bestgesichertste Gebiet weltweit ist, muß ich hier wohl nicht näher ausführen. Ausgehend vom Highway 93, der nach Las Vegas führt, muß man aber erstmal zwei 'Summits' von ungefähr 5500 Fuß überwinden, die aber noch vergleichsweise harmlos sind. Sehr frustrierend ist dagegen die endlose Gerade zwischen diesen beiden Hügeln. Da hilft auch der Gedanke wenig, daß sich vielleicht ganz in der Nähe außerirdische Raumschiffe befinden.
Endlich in Rachel angekommen, stockte ich dann an der 'Gas-Station' erstmal meinen Lebensmittel- und Getränkevorrat wieder auf, mußte aber feststellen, daß die Auswahl hier sehr begrenzt und die Preise sehr deftig waren. Das 'Little Ale'Inn' liegt am anderen Ende des Ortes, auf das ich mit hungrigem Blick zusteuerte. Plötzlich hörte ich, wie mir jemand ein 'Hi' zurief, drehte mich um und bemerkte, daß ich soeben blind an Glenn Campbells Area 51 Research Center vorbeigefahren war. Im Eingang stand Glen Campells rechte Hand, die mich gleich auf ein Glas Wasser einlud. Das war nicht das erste Mal, daß mir auf meiner Tour eine derartige Freundlichkeit entgegengebracht wurde und die ich während meines 8-wöchigen Aufenthaltes sehr genossen habe - ein Zustand, der für deutsche Verhältnisse undenkbar erscheint.
Während ich meinen endlosen Durst zu löschen versuchte, schaute ich mich etwas bei den Büchern und Glen Campbells Umdrucken um. Man bekommt hier sehr präzise Karten und Wegbeschreibungen vom umliegenden Gebiet. Ich ärgerte mich schon, daß meine Zeit so knapp bemessen war, sodaß ich nicht auf die Berge klettern und einen Blick in das Top Secret Gebiet werfen konnte. Für die Zeiten, in denen ich nicht im Sattel saß, gönnte ich mir noch ein Buch: Remote Viewing von Jim Schnabel. Wie sich später herausstellte, ein Glückskauf, denn es ist sehr gut recherchiert und sehr spannend geschrieben, genau das richtige für die einsamen Stunden in der Wüste.
Im berühmten Cafe 'Little Ale'Inn' traf ich dann noch ein älteres Ehepaar aus der Schweiz, das regelmäßig Las Vegas einen Besuch abstattet. Auf meine Frage, ob sie die Aliens in diese verlassene Gegend gelockt haben, reagierten sie erst erstaunt und dann amüsiert. "Nein", antwortete sie, "wir sind ein bißchen herumgefahren und entdeckten ein Schild, daß hier ein Cafe sein soll. Und das mit den Aliens ist doch nur ein Witz, oder ?" Da die beiden offensichtlich von der Thematik noch nie etwas gehört hatten, erzählte ich ihnen ein paar Storys von Area 51 und Roswell. Interessant waren die unterschiedlichen Reaktionen der beiden. Er wollte handfeste Beweise und schaute sich die vielen Bilder von UFO-Sichtungen an. Sie dagegen reagierte schon fast erzürnt darüber, daß man uns diese Dinge verheimlicht.
Am nächsten Tag trat ich wieder meine Rückreise nach Phoenix an.
Während meiner ganzen Tour begleitete mich ein Thema, daß auf den ersten Blick nur sehr wenig mit UFOs zu tun hatte. Da ich einen kleinen Weltempfänger dabei hatte, machte ich nach getaner 'Arbeit' immer ein bißchen Wellenreiten, vor allem durch die der US-Radiosender. Hier hörte ich mehrmals Berichte über ein unbekanntes Wesen, namens 'Chupa Cabra'. Das monströse Geschöpf wird zumeist als ca. einen Meter groß und mit langen Zähnen beschrieben. Es soll Tieren, aber auch schon Menschen das Blut abgesaugt haben. Während man in den USA sehr belustigt reagiert, scheint man in Puerto Rico und Mexico - wo es zuerst aufgetaucht ist - die Sache sehr viel ernster zu nehmen. Teilweise trauen sich die Leute nachts nicht mehr vor die Tür.
Es wurde natürlich auch schon spekuliert, wo denn dieses Wesen herkommen könnte. Drei Möglichkeiten wurden genannt: 1. Entlaufenes Tier eines Genexperimentes, 2. Wesen aus grauer Vorzeit, das in unterirdischen Höhlen vegetierte und aus ungeklärten Gründen wieder an die Oberfläche gekommen ist und 3. - wie sollte es auch anders sein - das Wesen wurde von Außerirdischen eingeschleppt.
Mittlerweile soll das Wesen auch schon in Tuscon, Arizona und Nevada gesehen worden sein. Es wird neuerdings auch zumindest mitverantwortlich für die Tierverstümmelungen im Süden der USA gemacht. Wer sich dafür interessiert, Bilder gibts im Internet zu bewundern: http://www.artbell.com/
Drei Tage vorm Ende meiner Reise, machte ich per Flugzeug noch einen kleinen Abstecher nach San Franzisco, da ich hier noch etwas Privates zu erledigen hatte. Seit kurzem gibt es hier ein kleines UFO-Museum in Downtown San Franzisco*). Es gibt hier nur wenig Neues zu sehen, bietet aber einen guten Rundumschlag der gesamten UFO-Thematik. Einen Besuch ist es allemal wert.
*) The UFO, Bigfoot & Loch Ness Monster Museum, Leiter Erik Beckjord, 709 Union St., San Franzisco (http://PWP.VALUE.NET/UFOMUS/)
Frank Menhorn "DEGUFO.de"