UFO - Berichte



Zwei Jäger und ein UFO im Allgäu

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Es war Anfang der 60er Jahre an einem kalten Dezembermorgen, etwa 4.00 Uhr früh. Herr Steinhauser kam mit seinem Kollegen und Jagdfreund Herrn W. Filser von der Rotwildjagd aus den Voralpen zurück. Beide waren unzertrennliche Jagdgefährten und Naturfreunde, Hege und Pflege ihres Jagdreviers stand ihnen an erster Stelle.

Die kalte Dezembernacht war durch Vollmond gut beleuchtet. Die zwei Jäger hatten bei der Heimfahrt das Dorf Ingenried bereits hinter sich gelassen, um ihr Heimatdorf anzusteuern. Auf halber Strecke bemerkten sie plötzlich in etwa 800 Meter Entfernung auf der Horizontlinie eines sanft ansteigenden Hügels ein Licht am Boden stehen, das ihre Aufmerksamkeit besonders erregte, weil dort oben, wie sie genau wußten, weder ein Haus noch ein Dorf war.

Herr Steinhauser, der den Mercedes seines Jagdgefährten steuerte, hielt am Straßenrand an, um das Licht, das beide für das Auto eines Wilderers hielten, besser beobachten zu können. In jener Zeit wurde die Wilderei leider noch von einigen Waffenbesitzern ausgeübt, was natürlich verboten war. Sie stiegen aus, um mit ihren Jagdgläsern das Geschehen zu beobachten.

So beobachteten sie gespannt schon fast eine halbe Stunde, wobei sie sich über die Art der gesehenen Lichtererscheinung einfach nicht klar werden konnten. Herr Steinhauser wollte deshalb auf einen Feldweg direkt in Richtung des Lichtes fahren, um die vermeintlichen Wilderer auf frischer Tat zu ertappen. Doch sein Jagdfreund hatte höchste Bedenken, ja es war ihm seine Furcht vor dem Unbekannten schon deutlich anzumerken. So fuhren sie schließlich langsam die Straße in Richtung ihres Dorfes weiter, das seltsame Licht, das gelblich bis orange strahlte, stets beobachtend.

Die Straße machte jetzt einen weiten Bogen um das zur Linken steiler ansteigenden Terrain, so daß die geheimnisvolle Lichterscheinung auf eine längere Strecke verdeckt wurde. Doch bald verlief die Fahrt erneut am Fuß des langsam ansteigenden Hügels entlang, wobei das Licht wieder zu sehen war - jetzt aber aus einem anderen Winkel.

Was sich nun abspielte, versetzte beide Jäger in Verwunderung und Schrecken. Das Licht, das sie immer noch für das Fahrzeug eines Wilderers gehalten hatten, hob plötzlich vom Boden ab und glitt in etwa 30 Meter Höhe das langsam abfallende Terrain herab - auf die Position ihres Wagens zu. Sie hatten dabei das unheimliche Gefühl, von dem Flugobjekt ständig beobachtet zu werden. Herr Steinhauser fuhr langsam weiter dem nahen Heimatort zu. Sein Freund begann zunehmend die Nerven zu verlieren, beide fühlten sich von diesem Objekt observiert, das sie jetzt eindeutig als UFO ansehen mußten.

Wie nahe sie auch immer ihrem Dorf kamen, das Flugobjekt hielt ständig auf sie zu, so daß ein Zusammentreffen am Beginn von Baisweil nicht mehr zu vermeiden war. Besonders von Furcht gepackt wurden sie, als sie bemerkten, daß die immer größer werdende Lichtkugel völlig lautlos über die eisigen Felder glitt. Die Hoffnung, es könne ein Hubschrauber sein, entschwand.

Kurz vor dem Dorfeingang hatte Steinhauser den Motor ausgeschaltet und ließ den Wagen ohne Licht die restliche Strecke weiterrollen, um das Unglaubliche besser erfassen zu können. Das etwa 7 Meter große UFO, an dem keine Einzelheiten zu erkennen waren, stoppte in etwas mehr als Baumhöhe ungefähr 80 Meter weit entfernt links hinter dem ersten Haus. Das UFO, das die beiden Jäger ziemlich blendete, hatte jetzt mehr die Form einer Kanzel und war oben stärker gewölbt als unten. In diesem Moment rief W. Filser angstvoll: "Und was passiert jetzt?"

In einer Art Reflexhandlung faßte Herr Steinhauser nun den festen Entschluß, mit seinem Gewehr auf das UFO zu schießen, falls sie in den nächsten Sekunden angegriffen würden. Doch, als ob dieses Vorhaben von den Insassen des UFO bemerkt worden wäre, schoß es in einem extremen Winkel und völlig lautlos in Richtung Westen davon. Steinhauser gab Gas, jagte auf die nach dem Dorf Eggenthal führende Landstraße hinaus, stoppte und konnte das UFO noch mit dem Nachtglas in enormer Geschwindigkeit am Horizont rechts von Eggenthal verschwinden sehen.

In den folgenden Tagen untersuchte Herr Steinhauser stundenlang den Hügel, um irgendwelche Landespuren in dem steinhart gefrorenen Boden zu bemerken; doch jede Mühe war vergeblich. Ja selbst den genauen Standort des Flugkörpers konnte er auf der sich weit erstreckenden Hügelkuppe nicht mehr ausmachen. Das peinliche Gefühl, etwas Gewaltiges und Wahres erlebt zu haben, ohne anderen den Beweis erbringen zu können, bemächtigte sich seiner Seele. Obwohl er seither vom Balkon seines jetzigen Gasthauses "Jagdhof" in Schlingen noch oft voll Sehnsucht das Sternenmeer durchmusterte, hat er nie wieder ein UFO gesehen.

Ich halte dieses Erlebnis für besonders relevant und den Zeugen für absolut glaubwürdig, weil er sich vorher nie mit UFOs und deren Aktivitäten beschäftigt hatte. Auch hat er bei seinen Schilderungen nie versucht, Fenster, Landebeine, Antennen oder eine Metallverkleidung in sein UFO hineinzudichten, wie es Gläubige doch allzu gerne hören würden. Der Verfasser hat mit Herrn Steinhauser zusammen das UFO-Erlebnis an den Originalschauplätzen mit Interesse nachvollzogen. Herr Filser, sein Jagdfreund, ist schon vor langer Zeit verstorben.

Derartige Erlebnisse, die von ganz normalen und bodenständigen Menschen berichtet werden, zeigen uns unmißverständlich, daß auch bei uns im Voralpengebiet fremde Wesenheiten mit für uns völlig unbegreiflichen Flugobjekten auftauchen. Herrn Anton Steinhauser gebührt unser Dank für seine Bereitschaft und Offenheit, uns diesen Bericht im Sinne der Wahrheit über UFOs vermittelt zu haben. Bei diesem Erlebnis dürfte es sich nur um die "Spitze des Eisberges" von UFO-Sichtungen im Allgäu handeln.

Es sieht tatsächlich so aus: Wenn UFOs kommen wollen, erscheinen sie auch! Sie sind also nicht ein Produkt sektiererisch motivierter oder zu Phantasmen neigender Irrgeister, wie oft gemeint wird - und, wie dieser Bericht beweist, auch keine in erster Linie amerikanische von einem Weltuntergangstrauma erzeugte kollektive Halluzination.

Trotzdem ist die Psyche, wie die Erfahrung zeigte, beim Erscheinen von UFOs manchmal nicht ganz unbeteiligt.

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