UFO - Berichte



UFO-Tummelplatz über Lohbrügge


Da hat eine Frau am 3.2.95 ein seltsames Erlebnis mit einem Licht über Hamburg-Lohbrügge (Stadtteil von Bergedorf), berichtet dies ganz aufgelöst ihrer Familie und bringt damit einen Stein ins Rollen, der eine kleine UFO-Lawine auslöst. Der achtjährige Sohn hat im Anhang eines Buches nämlich die Anschrift der GEP in Lüdenscheid ausfindig gemacht und überzeugt seine Mutter, ihr Erlebnis dort zu melden. Die GEP wiederum reagiert schnell und setzt eine Pressemitteilung in die Bergedorfer Zeitung, die dort auch abgedruckt wird. Zeitgleich erhält RUFON per Fax Kenntnis von dem Vorfall und hat bald alle Hände voll zu tun. Nicht weniger als fünf Zeugenmeldungen für mindestens sechs zum Teil ganz aktuelle Sichtungen gehen jetzt ein. Das Bemerkenswerteste aber ist, daß fünf Sichtungen auf ein ganz eng begrenztes Arial im Stadtteil Lohbrügge beschränkt sind!

Doch der Reihe nach - beginnen wir mit der frühesten Sichtung, die zudem südlich von Bergedorf in den Viermarschlanden stattfindet: An einem Donnerstag im November '89 holt Herr Manfred B. seinen damals zwölfjährigen Sohn abends nach dem Fußballtraining aus dem kleinen Ort Kirchwerder ab. In relativ großer Höhe bemerkt er zum wiederholten Male ein hell strahlendes Licht. Bislang hat er dieser Erscheinung keine Bedeutung beigemessen, zudem muß er sich auf den Verkehr konzentrieren. Diesmal verhält sich aber das Licht sehr ungewöhnlich: Es "fällt" aus dem Himmel und schwebt in etwa zwei Meter Höhe über der Straße und folgt dem Wagen auf seinem Heimweg in Richtung Curslack (Richtung Nordost in Richtung Bergedorf). Umriß oder Konturen sind zunächst nicht erkennbar, das grelle Licht ist zu diffus. Dann überholt das Objekt, immer noch in einiger Entfernung, den PKW und steigt auf ca. 50 Meter Höhe und quert die Straße. Jetzt kann zumindest der Sohn einige Details erkennen, der Vater muß wegen der beiden vor ihm fahrenden Wagen stark bremsen. Das hell strahlende Objekt hat Scheibenform und ist recht hoch. An seiner Querseite sind kreuzförmige Öffnungen, aus denen ein grelles, bläuliches Licht kommt. Dann sinkt das Objekt wieder und folgt dem Wagen bis zum Hause der Zeugen, verhält aber ca. 500 Meter entfernt über dem Boden schwebend.

Herr B. dachte anfangs an einen Hubschrauber, der von der Justizvollzugsanstalt herkäme, muß aber nach diesen Flugmanövern und der Lautlosigkeit erkennen, daß es sich keinesfalls darum handeln kann. Nach zwei bis drei Minuten steigt das Objekt dann plötzlich und mit immenser Beschleunigung steil auf. Herr B. war bei der Bundeswehr im Schießgebiet vor Sylt eingesetzt und hat die Jets nach dem Waffeneinsatz dort ebenfalls beschleunigen sehen, das hier sei aber weitaus schneller und steiler erfolgt, als alles, was er bisher gesehen hat. Leider hat Herr B. weder die Kennzeichen der vor ihm fahrenden PKW notiert, noch konnte er das entfernte Objekt klarer erkennen oder fotografieren. Deshalb borgt er sich ein 500 mm Teleobjektiv für seine Spiegelreflexkamera und versucht mehrfach, die wiederholt im Gebiet auftretende Lichterscheinung auf Film zu bannen.
Alle Bilder vor und hinter den "UFO"-Fotos sind o.k., aber diese Bilder sind total überbelichtet, obwohl das Objekt stets unscharf und diffus erschien. Einige Male sperrte auch der Auslöser , bevor er ausgelöst werden konnte, was er bei allen anderen "normalen" Aufnahmen nicht tat. Bezeichnenderweise ist hier ein ähnliches Phänomen wie gleichzeitig in Belgien zu verzeichnen, wo ebenfalls keine Fotos der Objekte gelangen, selbst wenn Profi-Fotografen in guter Position zur Aufnahme kamen. Erklärt wird dies mit dem möglichen Auftreten einer Mikrowellenstrahlung, die belichteten Film ablöst, d.h. überbelichtet (sog. Herrschel-Effekt).

Doch noch eine weitere Gemeinsamkeit scheint der Zeuge entdeckt zu haben: Zum einen soll das Objekt nach Schilderung seines Sohnes ähnlich wie die Plattformen in Belgien ausgesehen haben, als diese Jahre später bei Rainer Holbe über den Bildschirm flimmerten, und im Gespräch mit einem Landwirt teilt ihm dieser mit, daß er seit November' 89 ein neuartiges hochfrequentes Licht in einem Gewächshaus zur Wachstumsbe-schleunigung einsetze, wie es auch in Belgien benutzt werden soll. Zwar sei der Stromverbrauch enorm, allerdings seien durchaus gute Erfolge zu beobachten. Mehrfach sei die o.g. Lichterscheinung in der Nähe dieses Treibhauses gesehen worden. Damit schaffen wir vielleicht die Verbindung zu den restlichen Meldungen aus Lohbrügge, diese konzentrieren sich nämlich um eine Bundesforschungsanstalt für Holzbiologie und -technologie und Weltforstwirtschaft mit einer Außenstelle der Uni Hamburg und entsprechenden Gewächshäusern.

Ganz in der Nähe sah Frau Sigrid S. an einem Sonnabend im Herbst '92 kurz vor dem Einschlafen gegen Mitternacht plötzlich ein helles rötlich-oranges Licht das ganze Zimmer beleuchten und blickt verwirrt nach draußen. Sie rüttelt ihren Mann wach und geht ans Fenster. Hier sieht sie einen breit ausfächernden Strahl aus der Höhe genau den Zwischenraum zwischen zwei parallelstehenden Wohnblocks ausleuchten. Als sie nun genauer nach oben sieht, wird der Strahl "ausgeknipst" und sie kann ein scheibenförmiges Objekt in größerer Höhe erkennen, weil es im Kreis angeordnete weiße Lichter an seiner Unterseite hat. Von diesem Objekt kam der zunächst schmale, dann ausfächernde rote Lichtstrahl. Schon nach wenigen Sekunden, in denen das Objekt weiter über dem Wohnblock schwebt, beschleunigt es plötzlich und verschwindet nach Nordosten.
Der Ehemann kann es vom Bett aus noch abfliegen sehen. Am Montag entschließt sich die Zeugin eine Nachfrage bei der örtlichen Polizei zu versuchen, wird aber beruhigt und abgewimmelt. Weitere Meldungen oder Anrufe würden nicht vorliegen, sagt man ihr.
Im November '93 geht der Ehemann einer späteren Zeugin, Herr Sch., mit seinem Hund gegen 22.30 Uhr noch nach draußen (so spät wurde es wegen des TV-Spielfilms am Freitagabend). Er sieht aus Süden über einem dort einzeln stehenden Hochhaus ein Licht erscheinen und scheinbar über dem Hochhaus schweben. Dann bewegt sich das Licht nach links, dann wieder nach rechts, immer noch über dem Hochhaus und fliegt stark steigend nach Süden wieder ab. Als er seiner Frau davon berichtet, wird er nur belächelt und vergißt den ganzen Vorfall, zumal er nur wenige Sekunden dauerte.

Am 16.1.'95 ist die 15-jährige Schülerin Britta M. gegen 18.00 Uhr mit ihrem Fahrrad auf dem Nachhauseweg, als ihr eine Art von "Tortenstück" entgegenkommt. Hiervon fasziniert, beobachtet sie, wie das Objekt lautlos schwebend im leichten Bogen um sie herum fliegt. Die Flughöhe bzw. der Abstand sind unter 50 Meter! Sie schätzt die seitliche Höhe auf ca. drei Meter, die Gesamtgröße wie die eines Passagierflugzeugs ohne Heckteil. Sie bemerkt eine absolute Stille in der Nähe, obwohl der Standort an einer vierspurigen, vielbefahrenen Straße liegt. Am Ende der Flugkurve verschwindet das Objekt in einer kleinen Wolke, aus der es nicht mehr auftaucht. Zuhause müssen sie ihre Eltern erst einmal beruhigen, so überwältigt ist sie. An dem Objekt fielen nur das rote Buglicht und die beiden weißen Strahler auf.

Bereits am 3.2.'95 wiederum gegen 18.00 Uhr kommt Frau Corinna B. vom Einkaufen zurück und bemerkt ein tieffliegendes, entgegenkommendes Licht über einem Haus vor sich. Sie hält mit ihrem PKW mehrfach an, um das Licht genauer beobachten zu können, das ab und zu zwischen Häusern und Bäumen verschwindet. Sie parkt ihren PKW zu Hause und rennt zum Küchenfenster, um nach draußen zu blicken. Inzwischen hat sich auch ihr Ehemann eingefunden, und beide können ein helles Licht direkt über die Forschungsanstalt langsam und lautlos nach Norden davonfliegen sehen. Die Zeugin greift zum Fotoapparat und legt einen neuen Film ein und verläßt die Wohnung, um mit ihrem PKW zu versuchen, das Licht wiederzufinden. Ihr Ehemann hielt das Objekt für eine kleine Sportmaschine, kann aber nicht erklären, wie diese völlig lautlos ca. 20 Meter entfernt und nur in zehn Metern Höhe zwischen den Häusern fliegen kann und möchte eigentlich nicht, daß seine Frau jetzt nochmals losfährt. Diese findet das grelle Licht, das fallweise funkelte, aber sonderbarerweise weder Bäume noch Büsche erhellte, aber nicht wieder

Dafür schwebt ein grelles Lichtobjekt gegen 20.30 Uhr am selben Abend über der Flutlichtanlage eines Sportplatzes und kann von Frau Sch. und ihrem Ehemann gut beobachtet werden. Dann zieht das Objekt schräg nach oben und verschwindet nach Norden. Es war auf mittlerer Entfernung nur sehr diffus zu sehen, überstrahlte aber in seiner Helligkeit die (damals nicht mehr brennenden) Flutlichter. Nun wurde die noch '93 sehr skeptische Frau Sch. unangenehm von diesem Ereignis berührt und meldete diesen Vorfall weiter, wobei sich dann der Ehemann an das frühere Erlebnis wieder erinnerte.

Alle Zeugen in Lohbrügge konnten persönlich in Begleitung einer Redakteurin des NDR befragt werden und hinterließen einen durchaus glaubwürdigen Eindruck. Weitere Nachforschungen, insbesondere an der Forschungsanstalt und an der Sternwarte Bergedorf werden in Kürze folgen. Möglicherweise können über einen TV-Beitrag noch weitere Zeugen gefunden werden.

Herr B. versucht die überbelichteten Negative von 1989 wieder aufzufinden und kann in Kürze ggf. einen eigenen Videobeitrag über seine Fahrt mit Kommentar zur Verfügung stellen.

Besonders zu loben ist aber die verzuglose und bereitwillige Kooperation der GEP mit RUFON der DEGUFO, was sicher positiv im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung innerhalb der UFO-Gruppen zu werten ist.
Gerhard Cerven